Sommerzeit – aber bitte ohne Sonnenbrand!

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen und das Außenthermometer ins Unermessliche steigt, können es die Sonnenhungrigen kaum erwarten, die Tage für ein ausgiebiges Sonnenbad zu nutzen. Damit der Sonnenspaß allerdings nicht mit schmerzhaften Hautrötungen endet, sollte an den Schutz vor der Sonne gedacht werden. Wir beschäftigen uns deshalb mit der Frage, wie ein Sonnenbrand erst gar nicht entstehen kann und wie wir unsere Haut auch bei Hitzerekorden effektiv schützen können.

Die richtige Sonnencreme gehört in jedes Strandgepäck

Am Strand von St. Peter Ording

Bevor das Sonnenbad ausgiebig genossen wird, muss die Haut mit einer geeigneten Sonnenschutzcreme eingerieben werden. Viele Menschen, gerade jüngere, gehen zu sorglos mit dem Thema Sonnenschutz um. Oft werden falsche, meist Sonnencremes mit zu niedrigem Lichtschutzfaktor verwendet. Manchmal wird auch ganz auf die Sonnencreme verzichtet. Das Thema Hautkrebs wird verdrängt, trotzdem ist dieses Thema aktuell wie nie zuvor. Wer darauf verzichtet und sich nicht schützt, geht ein hohes Risiko ein und spielt ein gefährliches Spiel mit seiner Gesundheit.

Die verschiedenen Hauttypen:

Es wird zwischen vier verschiedenen Hauttypen unterschieden, denen passende Sonnenschutzcremes mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren zugeordnet werden.

1. Blasse Haut
Dieser Hauttyp ist sehr empfindlich gegen die Sonne. Er läuft schnell Gefahr, sich einen Sonnenbrand einzufangen. Die Haut wird eher rot als braun. Längeres Sonnenbaden ist dieser blassen Haut nicht vergönnt. Eine Sonnenschutzcreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 20 ist klug. Zu empfehlen ist Lichtschutzfaktor 30-50.

2. Helle Haut
Dieser Hauttyp wird meist nur kurzfristig und leicht braun. Schnell hat sich dieser Typ einen leichten Sonnenbrand geholt. Beim ersten Sonnenbad ist eine Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 20 am besten. Wenn die Haut dann bereits gebräunt ist, kann zu einer Creme mit Lichtschutzfaktor 8-15 gegriffen werden.

3. Hellbraune Haut
Dieser Hauttyp nimmt beim Sonnenbaden eine langfristige Bräunung gut an. Dennoch kommt ein Sonnenbrand durchaus vor und ist keine Seltenheit. Zum Einstieg in die Sommersaison wird eine Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher empfohlen. Wenn die Haut schon zunehmend gebräunt ist, kann sie mit Creme mit Lichtschutzfaktor 8 weiter versorgt werden.

Muss dunkle Haut noch geschützt werden?
Ja, sie muss, ganz unbedingt sogar. Die dunkle Haut wird beim Sonnenbad sehr braun und das langfristig, dennoch darf auf den richtigen Sonnenschutz nicht verzichtet werden. Auch wenn diese Sonnenanbeter äußerst selten mit einem Sonnenbrand zu kämpfen haben, sollten sie bei ihrem ersten Sonnenbad zu einer Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 10-15 greifen. Später genügt eine Creme mit Lichtschutzfaktor 4.

Für Kinder hat Sonnenschutz oberste Priorität

Sommerkleidung für KinderDie Einordnung der einzelnen Hauttypen gilt nicht für Kinder. Sie sind besonders sonnenempfindlich und benötigen deshalb besonderen Schutz. Kinder sollten auf keinen Fall der direkten Sonne ausgesetzt sein. Denn sie verfügen noch über keinen voll ausgeprägten Eigenschutz der Haut. Eine Sonnenschutzcreme mit besonders hohem Lichtschutzfaktor 30-50 ist bei Kindern zu empfehlen. Spezielle Sonnenschutzcremes für Kinder lassen einen Sonnenbrand erst gar nicht aufkommen. Die Eltern sollten beim Auftragen der Sonnencreme sehr sorgfältig umgehen. Die Ohren, die Fußsohlen und der Bereich um die Augen sowie der Nackenbereich gehören vor der strahlenden Sonne geschützt. Die meisten Sonnencremes werden dreißig Minuten vor bevorstehender Sonneneinstrahlung aufgetragen. So entfaltet sich die Schutzwirkung am besten. Vereinzelt gibt es Sonnencremes auf dem Markt, die lediglich einmal täglich aufgetragen werden (z. B. von Daylong) und nur bei Kontakt mit Wasser ein weiteres Mal benutzt werden müssen.

Sonnenschutz bei Babys

Die Deutsche Krebshilfe warnt davor, die zarte Haut des Babys im ersten Lebensjahr unnötig mit Sonnenschutzmitteln zu belasten. Es wurde kein generelles Verbot ausgesprochen, aber die Sonnencreme sollte nicht am ganzen Körper eingesetzt werden. Im Vergleich zu Erwachsenen haben Babys eine größere Hautoberfläche im Verhältnis zum restlichen Körper. Sonnencremes enthalten Substanzen, die die Haut aufnimmt. Babys nehmen deutlich mehr dieser Stoffe auf als Erwachsene, wenn sie eincremt werden. Babys können zudem noch nicht richtig schwitzen. Die Sonnenschutzcreme erschwert das natürliche Schwitzen zunehmend. Übrigens: Um die Haut von Babys zu verbrennen, genügt es, wenn das Baby 10 bis 15 Minuten ungeschützt in der Sonne ist. Darum wird davor gewarnt, das Baby der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen.

Luftige Kleidung an, Hut und Sonnenbrille auf

Den optimalen Schutz vor Sonnenbrand bietet luftig, lockere Kleidung. Lange, luftige Textilien sind für die warmen Sommermonate gemacht. Auch der Kopf darf nicht vergessen werden. Breitkrempige Hüte, Cups und elegante Sonnenhüte sind das richtige Equipment für den Sommer. Sie runden das Sommer-Outfit gekonnt ab und erweisen sich darüber hinaus als nützlich. Hellhäutige Hauttypen greifen am besten zu einer speziellen UV-Sonnenbekleidung. Diese Kleidung bietet Schutz vor den UV-Strahlen und sie wurde speziell für solche Menschen angefertigt. Kleidung mit UV-Schutz gibt es ebenso für Babys und Kinder, denn Baumwollbekleidung bietet keinen Sonnenschutz.

Laue Sonnenauf- und untergänge der Mittagssonne vorziehen

Die Mittagssonne, die mit ihrer ganzen Kraft vom Himmel brennt, ist nicht geeignet für Erwachsene und schon gar nicht für Kinder. Sommertage können auch und viel besser am frühen Morgen oder am späten Abend genossen werden. Die Sonnenbrandgefahr ist zu dieser Zeit gedämmt. Besonders in der Mittagshitze von 11 und 15 Uhr sollte der Schatten von der ganzen Familie bevorzugt werden, – denn Sonne tanken sollte ohne Reue geschehen.

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