Sankt Peter-Ording – nur für Rentner?

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…

Genau dies gilt auch für das Urlaubsland Deutschland, was von vielen Menschen und gerade auch von uns Einheimischen oft als Urlaubsziel verkannt wird. Man muss nicht in ferne Länder fliegen, um schöne Gegenden kennenzulernen. Deutschland hat wunderbare Landschaften, die nur darauf warten erkundet zu werden. Ein gutes Beispiel ist Nordfriesland mit der Halbinsel Eiderstedt.

Mit der Nordsee verbindet man das „platte“ Land, viel Wind und viel Regen. Dass der Norden Deutschlands aber noch viel mehr zu bieten hat, wird hier noch zu lesen sein. Der wohl bekannteste Ort auf der Halbinsel Eiderstedt ist St.Peter-Ording, das nicht selten ein wenig vorurteilsbehaftet als Paradies für Rentner bezeichnet wird.

Was bietet St.Peter-Ording?

Strand und Sand

Ganz klar, die größte Sandkiste Europas! Der Strand von St.Peter-Ording ist weltbekannt und wahrhaft eine Augenweide. Er erstreckt sich über 12 km und ist bis zu 2 km breit. Ein perfekter Ort nicht nur für Rentner – sondern auch und erst recht für Wassersportler, Strandsegler, Familien und andere Ruhesuchende. Selbst in der Hochsaison im Juli und August findet hier jeder sein Fleckchen, wo er sich in Ruhe entspannen kann. St.Peter-Ording ist übrigens nicht, wie viele annehmen, ein Ort, sondern es besteht aus 4 Ortsteilen.

St. Peter-Bad:
Hier befinden sich das Kurzentrum und die 2 km lange Seebrücke sowie das Freizeit-und Erlebnisbad „Dünentherme“. Wer den Trubel mag, ist hier am besten aufgehoben. Es gibt zahlreiche Cafés, Restaurants, Imbiss-Stuben und Geschäfte, so dass es auch an einem regnerischen Tag nicht langweilig wird.
Wer zur Kur nach St.Peter-Bad kommt findet hier zahlreiche Kurärzte und Klinken. Die Kurpromenade mit dem neu angelegten Kinderspielplatz lädt auch Familien zum Verweilen ein. Der angrenzende Kiefernwald ist perfekt geeignet, um auch bei stürmischem Wetter einen Spaziergang zu machen.

St. Peter-Dorf

Eiderstedter Heimatmuseum in Dorf
Hier verbinden sich Alt und Neu. St.Peter-Dorf hat sich trotz des Tourismus noch seine Heimeligkeit und Ursprünglichkeit behalten. In St. Peter-Dorf findet man auch das Heimatmuseum Eiderstedt, das einen Einblick in das frühere Leben auf der Halbinsel gibt. Es ist in der Olsdorfer Straße beheimatet, wo sich auch das älteste Gasthaus des Ortes befindet (eine ehemalige Postkutschenstation). Es ist gemütlich in Dorf, die Hektik von Bad ist hier weit weg und man kann die Seele baumeln lassen. Empfehlenswert ist der Besuch des Marktes jeden Mittwoch. Dort werden Produkte aus der Region zum Kauf angeboten.

St. Peter-Böhl
Reetdach Häuser sind charakteristisch für diesen Ortsteil sowie das Wahrzeichen von Böhl, den Böhler Leuchtturm. In diesem Ortsteil finden vor allem Naturliebhaber und Golfer ihr Paradies. Hier erstrecken sich die bekannten Salzwiesen, und der Strand lädt zu einem ausgedehnten Ausritt ein. Der Golfplatz ist gut besucht und für Camper stehen 7 Campingplätze zur Verfügung, so dass man sich nur noch für einen entscheiden muss.

Der wohl bekannteste Ortsteil ist

St. Peter-Ording
Hier wurde in den 90ern die bekannte Fernsehserie „Gegen den Wind“ mit den mittlerweile bekannten Schauspielern Ralf Bauer (In aller Freundschaft), Marco Girnth (SOKO Leipzig) und Hardy Krüger jr. (Forsthaus Falkenau) gedreht. Nach dieser Fernsehserie wurden auch zwei Sportveranstaltungen in St.Peter-Ording benannt – der Gegen den Wind-Triathlon und der Gegen den Wind-Halbmarathon.

In Ording findet man den Yachtclub St.Peter sowie viel Platz für die Strandsegler und zum Drachen steigen lassen. Auch ist hier das riesige Eventgelände, wo z.B. jährlich die Kitesurf-Trophy veranstaltet wird. Dann treffen sich für eine Woche die weltbesten Kitesurfer am Ordinger Strand und der Strand verwandelt sich in eine riesige Zeltstadt, wo auch jedes Jahr bekannte Sänger auftreten, wie z.B. Revolverheld, Christina Stürmer und andere.

Auflugsmöglichkeiten:
Natürlich hat Nordfriesland noch andere Ausflugsmöglichkeiten zu bieten. Nicht weit von St.Peter-Ording entfernt findet man das Multimar Wattforum, wo man wunderbar einen Einblick in das Leben der Nordsee bekommt. Hier wird in großen Aquarien die Tierwelt der Nordsee familiengerecht vorgestellt. Es gibt Aquarien, wo man sogar hineingreifen kann und wer wollte nicht schon mal einen Rochen streicheln? Ganz besonders interessant ist der riesige Pottwal, der vor einigen Jahren bei Westerhever gestrandet war und in das Wattforum gebracht wurde. Dort wurde er präpariert und ist nun in voller Größe zu bewundern.

Bild aus dem Multimar Wattforum
Ganz aktuell gibt es seit dem 10.02. das Skelett eines gestrandeten Bartenwals zu bewundern.

Kulturinteressierten wird ganz bestimmt Husum gefallen.
Die „graue“ Stadt am Meer, wie Theodor Storm (Der Schimmelreiter) sie beschrieb, ist ganz und gar nicht grau. Wer einmal die Blütenpracht im Schlosspark von Husum gesehen hat, der wird immer wieder dahin zurückkehren. Husum besticht durch seinen nordischen Charme, der durch den Stadthafen noch verstärkt wird. Rund um den Hafen findet man kleine Geschäfte und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Es gibt vieles in Husum, was nur darauf wartet entdeckt zu werden.

Auch Deutschlands Landschaften haben eine Chance verdient entdeckt zu werden!

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