Einmal rund um den Wilden Kaiser

Nicht nur zahm, sondern auch wild, das ist das Kaisergebirge, welches in den Ostalpen gelegen ist. Das Gebirge besteht aus den beiden Gebirgszügen Wilder und Zahmer Kaiser und es gibt dort wahrlich Kaiserliches zu bestaunen. Wer das Kaisergebirge so umfassend wie möglich erleben will, der macht es so wie ich und wandert einfach rund um den Wilden Kaiser. Deshalb möchte ich euch eine Tour vorstellen, die viel Spaß macht und tolle Ausblicke bietet, aber auch gleichzeitig viel Kraft und Kondition erfordert. Für die Tour sollte man 4 Tage einplanen, man kann sich aber selbstverständlich mehr Zeit lassen.

Also rein in die Wanderstiefel und auf nach Tirol!

Gebirge Wilder Zahmer Kaiser

Tag 1: Es geht los!
Gestartet wird vom Parkplatz am Eingang des Kaiserbachtal in Griesenau. Der Weg führt entlang eines kleinen und idyllischen Baches zur Grieseralm hinauf. Erst ab der Fischbachalm spürt man eine leichte Steigung. Man muss sich immer auf der Südseite des Kaisertalbachs halten. Weiter geht es auf Waldpfaden und über die Schotter- und Grashänge der Russenleiten. Anschließend  gelangt man auf ein Geröllfeld, wo man vom Predigtstuhl und der Fleischbank eingerahmt wird. In Serpentinen gelangt man dann zum Stripsenjoch und kann dort das herrliche Panorama genießen. Wer jetzt noch Kraft hat, sollte unbedingt noch auf den Stripsenkopf hinauf, denn dort kann man den Predigtstuhl, die Fleischbank, den Totenkirchl und die Kleine Halt bestaunen. Zur Übernachtung geht es zurück zum Stripsenjochhaus.

Tag 2: Vom Stripsenjoch über Kufstein bis zur Walleralm

Am nächsten Tag  geht es vom Stripsenjoch bergab in Richtung Hinterbärenbad nach Kufstein. Über Wiesen und Wald kommt man  zuerst zum Hans-Berger-Haus und dann zum Anton-Karg-Haus, welches im waldreichen Kessel von Hinterbärenbad liegt. Dem Bettlersteig folgend, gelangt man zur Straßwalch-Jagdhütte. Der Weg führt uns weiter zum idyllischen Dörfchen um die Kaindlhütte auf der Steinbergalm. Hier sollte man unbedingt eine Rast machen, um dann mit neuer Kraft zum Schartl unter dem Hocheck zu gelangen. Es geht leicht bergab bis man zur Walleralm kommt, die  den Endpunkt der Tagesetappe darstellt.

Tag 3: Auf zur Gruttenhütte

Etwas kürzer als der vorherige Tag gestaltet sich diese Strecke bis zur Gruttenhütte. Unterhalb der Walleralm geht es von links bergab über eine Schulter  und auf dem Jägersteig entlang an Felswänden über 3 Schuttreisen hinweg. Es bietet sich ein grandioser Blick auf den Hintersteinersee. Dann geht es weiter zur Steiner-Hochalm. Mit stetiger Steigung geht es hinauf zur Kaiser-Hochalm. Am Brunnen rechts vorbei, um den Sonnenstein herum und durch Rinnen bergab. Folge dem Pfad über ein Blockfeld hinweg. Der anschließende Weg schlängelt sich um den Südsockel des Treffauer-Texeck-Stockes herum bis er sich etwas zur Gruttenhütte hinab senkt.

Tag 4: Zurück nach Griesenau

Die abschließende Etappe beginnen wir mit dem Jubiläumssteig, welcher uns über steile und schwierige Passagen ins Kübelkar führt. Man geht weiter zum Freiberghaus und kommt dann zur Kreuzung der Wege 823 und 815. Wenn man will, kann man einen kurzen Abstecher zum Baumgartenköpfl machen, einem der schönsten Plätze am Wilden Kaiser. Es geht dann über den Gildensteig bis zur Wildererkanzel und am Hochfeld hinauf. Auf dem Schaflsteig kommt man dann zu einer Wegteilung im westlichen Hochgrubachkar und von dort auf den Ackerlsporn zur alten Ackerlhütte. Dort hat man dann auch schon die Hälfte der Strecke geschafft und der leichtere Teil kann beginnen. Bergab gehend, kommt man dann zum Goinger Gamskögerl. Über die felsdurchsetzte Kuppe des Kirchdorfer Gamskögerl kommt man zu einer Wegteilung. Hier wird links zur Maukalm abgebogen. Wir folgen der Almstraße bis zur Wegkreuzung und biegen nach links nach Griesenau ab. Anschließend gelangt man zur Grandneralm. Dem Waldsteig folgend, marschieren wir dann zu unserem Start- und Endpunkt dem Parkplatz in Griesenau.

Fazit und Tipps
Auch wenn es sehr anstrengend war, die tollen Aussichtsplätze waren es alle mal wert! Die Tour ist auf jeden Fall zu empfehlen, allerdings ist sie für Anfänger nicht geeignet. Da die Wanderung schon einiges an Kondition erfordert, sollten sie nur Wanderer mit Erfahrung gehen. Festes Schuhwerk und entsprechende Funktionsbeekleidung wäre hier absolut zu empfehlen. Der Ski-Outdoor-Shop bietet hier ein sehr großes Angebot an passenden Produkten.

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